ADHS bei Frauen

ADHS beeinflusst die Regulation von Aufmerksamkeit, Aktivität, Emotionen und Impulsen. Bei Frauen zeigt sich die Symptomatik oft weniger offensichtlich, zum Beispiel können sich statt äußerer Hyperaktivität innere Unruhe, Gedankenkreisen und ein Hang zum Perfektionismus zeigen, der die Herausforderung der Selbstorganisation kompensiert.

Typische Herausforderungen im Alltag können sein:

  • Schwierigkeiten mit Planung, Zeitmanagement und Priorisierung
  • Aufschieben, Überforderungsgefühle und schwankende Konzentration
  • intensive Emotionen und Schwierigkeiten mit Impulsivität
  • hoher Anpassungsdruck, Erschöpfung und Selbstkritik

Viele Frauen entwickeln im Laufe ihres Lebens Strategien, um ihre Herausforderungen auszugleichen und sind von Komorbiditäten wie Depressionen und Ängsten betroffen. Dadurch kann ADHS lange unentdeckt bleiben, obwohl ein erheblicher Leidensdruck besteht.

Eine differenzierte Betrachtung berücksichtigt daher nicht nur einzelne Symptome, sondern auch die persönliche Entwicklung und die individuelle Lebenssituation.

 

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